GESCHICHTE DER INSEL BRAČ

Die ersten Bewohner der Insel Brač waren die Illyrer, die in der Antike den adriatischen Raum besiedelten. Zahlreiche über die Insel zerstreute Festungs- und Trockenmauern zeugen von ihrer Präsenz und ihrem Widerstand gegen die griechische Kolonialisierung der zentraldalmatinischen Inseln im 4. Jh. v. Chr.  In der Römerzeit kommt es ab dem Jahr 167 v. Chr. zur Erschließung der nördlichen Ufer und Buchten auf Brač, jedoch entstehen hier noch keine Siedlungen, sondern römische Landhäuser (villae rusticae). Ihre Überreste sind auf der Landspitze Sveti Nikola in Supetar, in der Bucht Lovrečina, an der Fundstätte Mirje bei Postira u. anderswo zu sehen. Während der römischen Herrschaft wurde Brač zum wirtschaftlichen Mittelpunkt. In Steinbrüchen wurde Stein gewonnen für Prachtbauten wie den Palast des römischen Kaisers Diokletian in Split, der in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen ist.

 

In frühchristlicher Zeit werden im 4. bis 6. Jh auf Brač zahlreiche Kirchen gebaut, von denen die Basilika in Povlja als die eindrucksvollste und am besten erhaltene gilt. Kroaten aus dem Gebiet des Flusses Neretva besiedeln die Insel im 7. Jh.

 

Man geht heute davon aus, dass die illyrischen Bezeichnungen der Insel, Brentis und Elaphusa vom edlen Hirsch (illyrisch brentos, griechisch elephos) abgeleitet wurden. Stephanus Byzantinus, ein spätantiker griechischer Gelehrter gibt an: Brač ist eine adriatische Insel mit einem Fluss(?), den die Griechen Elaphusa und andere Bretanida nennen.

 

Die älteste Siedlung auf Brač ist Škrip. Hier befindet sich auch das Museum der Insel Brač. Der älteste Küstenort ist Bol. Während früher Nerežišća im Inselinneren Inselhauptstadt war, ist das heute Supetar. Der Schutzpatron der Insel Brač ist der heilige Georg, der auf dem Inselwappen als Drachentöter abgebildet ist.  Die Höhle Kopačina soll geschichtlich nicht unerwähnt bleiben, hier wurden mehr als 30.000 Jahre alte Überreste von Steinzeitmenschen gefunden.